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Für Arbeitgeber

Seit dem 1. Januar 2009 wurden die berufsständischen Versorgungseinrichtungen (VE) in das elektronische Meldeverfahren der Sozialversicherungsträger einbezogen.
Dies erfolgte durch das Gesetz zur Änderung des Vierten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze vom 19. Dezember 2007, BGBl. 2007, S. 3024 ff. (§ 28a Abs. 10 und 11 SGB IV).

Für wen müssen Sie Daten melden?

Daten sind zu melden für alle Beschäftigten, die

  • Mitglied einer VE und
  • für die Beschäftigung zugunsten der Mitgliedschaft in der VE von der Versicherungspflicht bei der Deutschen Rentenversicherung Bund befreit sind (siehe Neuerungen zum Befreiungsrecht: Presseerklärung der DRV vom 10.01.2014).

Was müssen Sie melden?

Für den genannten Personenkreis müssen neben den Meldungen für die Einzugsstellen (DEÜV) zusätzlich auch monatliche Beitragsmeldungen (sogenannte Beitragserhebungen) an die Annahmestelle der VE in elektronischer Form übermittelt werden.

An wen müssen Sie Daten melden?

Die gemeinsame Annahmestelle für alle VE ist die
DASBV (Datenservice für berufsständische Versorgungseinrichtungen GmbH, Berlin).
Von dort werden die Daten auf die Einrichtungen entsprechend verteilt und weitergeleitet.

Wann müssen Sie Daten melden?

Die Meldungen (DEÜV und Beitragserhebung) müssen seit dem 1. Januar 2009 an die DASBV übermittelt werden, wobei die Beitragserhebungsmeldungen monatlich – analog zur Gesetzlichen Sozialversicherung fünf Arbeitstage vor dem Monatsultimo - und die DEÜV-Meldungen entsprechend den Terminen des SGB IV abgegeben werden müssen.

Was sollten Sie zusätzlich beachten?

  • Mitgliedsnummer der Beschäftigten
    Bei der elektronischen Übertragung personenbezogener Daten sind strenge datenschutzrechtliche Auflagen einzuhalten. Aus diesem Grund enthält die 15-stellige Mitgliedsnummer Ihrer Beschäftigten, die bei uns versichert sind, eine Prüfziffer.

    Sollten Sie nicht die vollständige Mitgliedsnummer vorliegen haben, können Sie sie sich hier errechnen lassen oder unter der E-Mail:

    ag-betreuung@aerzteversorgung.eu erfragen.
     
  • Personalabrechnungssysteme
    Wir empfehlen Ihnen, sich beim Hersteller Ihres Abrechnungssystems darüber zu informieren, wie er die gesetzlichen Meldungen an die VE in das Programm integriert hat, damit Sie Ihrer Meldepflicht nachkommen können.

    Wenn Ihr System die direkte Anbindung zur DASBV nicht unterstützt, können Sie die Meldemaske „Beitragserhebung“ im Programm SV-net-online (sv.net) nutzen, um die Daten an die DASBV zu übermitteln.
     
  • Betriebsnummer
    Zur Zuordnung der Meldung benötigen wir die Betriebsnummer des Beschäftigungsunternehmens. Sollten die Meldungen über eine Abrechnungsstelle (z. B. Rechenzentrum) erfolgen, wäre es hilfreich, wenn Sie uns auch dessen Betriebsnummer mitteilen könnten.
     
  • Überweisung der Beiträge
    Die DASBV ist nur für die Entgegennahme der elektronischen Meldungen zuständig, nicht aber für den Zahlungsverkehr. Die Rentenversicherungsbeiträge für die betreffenden Beschäftigten sind von Ihnen daher direkt an die Bayerische Ärzteversorgung zu leisten.
    Sollten Sie im Rahmen des Beitragsabrechnungsverfahrens den Lastschrifteinzug wünschen, finden Sie ein Lastschriftmandat hier.

    Geben Sie bei Überweisungen im Verwendungszweck bitte stets Ihre eigene Betriebsnummer und den Abrechnungszeitraum an und verwenden Sie unsere
    Bankverbindung:
    Bayerische Landesbank, München
    IBAN: DE85 7005 0000 0000 0240 01
    BIC: BYLADEMM

Allgemeine Informationen über die Annahmestelle der berufsständischen Versorgungseinrichtungen finden Sie unter der Internetadresse www.dasbv.de, die Meldemaske und weitergehende Hinweise unter der Internetadresse http://www.itsg.de/(S(kya4gtal3xeug1qkg2u14j55))/svnet_home.ITSG.

SEPA-Zahlungsverfahren

Die EU-Kommission hat beschlossen, dass die nationalen Zahlverfahren (Überweisung und Lastschrift) zum 01. Februar 2014 auf den europäischen Standard SEPA (Single Euro Payments Area) umgestellt werden müssen. Das Ziel des europäischen Gesetzgebers ist ein europaweiter einheitlicher Zahlungsraum, bestehend aus 32 europäischen Ländern für Überweisungen und Lastschriften in Euro.
Das Einzugsermächtigungsverfahren ist mit Wirkung ab Februar 2014 durch das SEPA-Lastschriftverfahren abzulösen, welches grundsätzlich über die Erteilung eines SEPA-Lastschriftenmandates autorisiert wird (hier).
Sofern Sie uns bereits eine Einzugsermächtigung erteilt haben, müssen Sie sich insoweit um nichts weiter kümmern; wir stellen diese automatisch auf ein SEPA-Lastschrift-Mandat um. Weitere Informationen hierzu und Ihre persönliche Mandatsreferenz erhalten Sie Mitte Januar 2014 in einem gesonderten Anschreiben.

Eingezogen werden die von Ihnen gemeldeten Beiträge Ihrer Arbeitnehmer (Mitglieder der Bayer. Ärzteversorgung). Eine Vorabinformation über anstehende Lastschriften ist daher, analog zur Handhabung der Gesetzlichen Sozialversicherung nicht erforderlich.
Die Beiträge werden am Ende des Monats, für den die Gehaltszahlung bestimmt ist, zur Zahlung fällig; die Meldungen sind analog zur Gesetzlichen Sozialversicherung so rechtzeitig bei der Bayerischen Ärzteversorgung einzureichen, dass die Beiträge spätestens bei Fälligkeit (unter Berücksichtigung der neuen banktechnischen Vorlauffristen) abgebucht werden können. Nachmeldungen werden innerhalb weniger Tage eingezogen.
 

Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter der E-Mail-Adresse
ag-betreuung@aerzteversorgung.eu zur Verfügung.