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Selbständige

Selbständig tätige Mitglieder (z.B. in eigener Praxis Niedergelassene und Praxisvertreter) haben als Pflichtbeitrag 18 % des reinen Berufseinkommens bis zur Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der Deutschen Rentenversicherung Bund (2018: jährlich 78.000,00 EUR West bzw. 69.600,00 EUR Ost) und 7 % des Teils des reinen Berufseinkommens, der die Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung Bund übersteigt, zu zahlen.

Für Berufsangehörige, die vor dem 01.01.2015 Mitglied waren, wird der Beitragssatz in einem achtjährigen Übergangszeitraum stufenweise ab dem 01.01.2015 jedes Jahr um 0,5 Prozentpunkte erhöht, bis im Jahr 2022 ein Beitragssatz von 18 % erreicht ist. Im Gegenzug erfolgt eine Absenkung des Beitragssatzes für Berufseinkommen über der BBG von 8 % auf künftig 7 %. Dies geschieht in kleinen Schritten von 0,25 Prozentpunkten alle zwei Jahre:

Übergangsregelung für Bestandsmitglieder

  Einkommensanteil bis BBG Einkommensanteil über BBG
2015 14,5 % 8,00 %
2016 15,0 % 7,75 %
2017 15,5 % 7,75 %
2018 16,0 % 7,50 %
2019 16,5 % 7,50 %
2020 17,0 % 7,25 %
2021 17,5 % 7,25 %
2022 und danach 18,0 % 7,00 %

(BBG 2018: 78.000 €)

Reines Berufseinkommen ist der Gewinn aus selbständiger Tätigkeit im Sinne von § 2 Abs. 2 Einkommensteuergesetz (EStG) ohne Veräußerungsgewinne im Sinne von § 18 Abs. 3 EStG. Im Einkommensteuerbescheid wird das reine Berufseinkommen unter der Position "Einkünfte aus selbständiger Arbeit" ausgewiesen.

Für die Zeit ab der ersten Niederlassung in eigener Praxis bis zum Ablauf des zweiten darauf folgenden Kalenderjahres wird der Pflichtbeitrag auf 8 % des reinen Berufseinkommens ermäßigt.

(§ 22 der Satzung)