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Gegenwart und Ausblick

Eine langfristige Herausforderung für jede Form der Alterssicherung stellt der zunehmende demografische Wandel dar. Die Bayerische Ärzteversorgung steht hier vor der Aufgabe, zugleich an heute und morgen zu denken und die Interessen aller Mitglieder gleichermaßen zu berücksichtigen. Mit dem Ziel, frühzeitig auf die tiefgreifenden Veränderungen zu reagieren und somit eine generationengerechte Finanzierbarkeit zu ermöglichen, wurde im Jahr 2009 die stufenweise Anhebung der Altersgrenze beim Altersruhegeld auf 67 beschlossen.

Um weiterhin eine leistungsstarke Altersversorgung zu gewährleisten, wurde in den Jahren 2007 und 2015 zudem eine Neugestaltung des Beitragsrechts der selbständigen Mitglieder durchgeführt. Ausgangspunkt aller Überlegungen war ein angemessener Versorgungsgrad, damit die Funktion als gesetzliches System der so genannten ersten Säule der Altersversorgung aufrecht erhalten werden kann. Zu berücksichtigen waren bei der Neukonzeption auch die Auswirkungen des Alterseinkünftegesetzes. 

Welcher Zeitpunkt für den Ruhestand der Beste ist, lässt sich jeweils nur individuell entscheiden. Eine wesentliche Rolle dürfte spielen, ob die jeweilige Rentenhöhe den persönlichen Finanzbedarf im Alter deckt. Mit dem zum Jahresanfang 2015 eingeführten hinausgeschobenen Altersruhegeld bietet die Bayerische Ärzteversorgung nunmehr einen breiten Korridor innerhalb dessen der Renteneintritt, genauer gesagt der Bezug des Altersruhegeldes, möglich ist. Mit der zum Jahresende 2017 in Kraft getretenen Teilruhegeld-Option kann der Übergang in den Ruhestand noch flexibler gestaltet werden.    

Auch wenn das Versorgungswerk aufgrund seines Finanzierungsverfahrens, dem offenen Deckungsplanverfahren, nicht ausschließlich von der Entwicklung an den Kapitalmärkten abhängig ist, stellt die derzeitige Niedrigzinsphase eine besondere Herausforderung dar. Die von der Bayerischen Ärzteversorgung verfolgte breit diversifizierte Kapitalanlagepolitik trägt erheblich dazu bei, die notwendige Nettoverzinsung sicherzustellen.