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Befreiungsmöglichkeit angestellter Architektinnen und Architekten von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht

Ablehnung der Befreiung

 

Sollte Ihr Befreiungsantrag abgelehnt werden, so können Sie gegen die Ablehnung zunächst Widerspruch einlegen. Das können Sie kostenfrei selbst tun oder eine Rechtanwältin / einen Rechtsanwalt beauftragen. Sofern Ihr Widerspruch zurückgewiesen wird, steht Ihnen der Weg zum Sozialgericht offen. Auch dieses Verfahren ist grundsätzlich kostenfrei und Sie benötigen nicht zwingend einen Rechtsanwalt / eine Rechtsanwältin. Die Sozialgerichte unterliegen zwar dem Amtsermittlungsgrundsatz, doch empfiehlt sich eine anwaltliche Vertretung zur Wahrnehmung Ihrer Interessen gegenüber der Deutschen Rentenversicherung Bund. Zugleich empfiehlt es sich, die Beiladung der Bayerischen Architektenversorgung und Ihrer jeweiligen Architektenkammer anzuregen. Die BArchV und die Architektenkammer können so eigene Schriftsätze und Stellungnahmen einbringen und somit das Verfahren begleiten.

Zu berufsrechtlichen Fragestellungen, insbesondere ob Ihre Tätigkeit den Berufsaufgaben entspricht, wenden Sie sich bitte an die Architektenkammer. Zu versorgungsrechtlichen Fragestellungen helfen wir Ihnen gerne weiter.

Beachten Sie bitte im Falle der Ablehnung Ihres Befreiungsantrags, dass Ihre Beitragspflicht gegenüber der BArchV weiter besteht (auch im Falle, dass gegen den Ablehnungsbescheid Widerspruch oder Klage eingelegt wird)! Angestellte Mitglieder ohne Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht zahlen jedoch nur den Mindestbeitrag bzw. auf Antrag den halben Mindestbeitrag an das Versorgungswerk. Die einkommensbezogenen Beiträge aus Ihrer rentenversicherungspflichtigen Tätigkeit führt Ihr Arbeitgeber an die gesetzliche Rentenversicherung ab.