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Freischaffende und arbeitnehmerähnlich Selbstständige

Diese Mitgliedergruppe entrichtet im Jahr 2018 einen Beitrag von 15,0 % und in 2019 einen Beitrag von 15,5 % des jährlichen beitragspflichtigen Einkommens,

begrenzt durch einen Höchst- und Mindestbeitrag. Beitragspflichtiges Einkommen sind die positiven Einkünfte aus selbständiger Arbeit (= Gewinn) in der Höhe, in der sie der Besteuerung zugrundegelegt werden. Ist der Gewinn so niedrig, dass lediglich der Mindestbeitrag anfällt, kann dieser auf Antrag auf die Hälfte ermäßigt werden. Für das jeweils laufende Kalenderjahr sind zunächst Abschlagszahlungen zu entrichten.
Die Höhe der Abschlagszahlungen wird vorläufig festgesetzt und basiert auf der Gewinnschätzung des Mitglieds. Sofern sich die Gewinnerwartung deutlich verändert, sollte die Abschlagszahlung angepasst werden, um Nachzahlungen im Folgejahr zu vermeiden.

Ab dem Jahr 2019 erfolgt eine schrittweise Anhebung des Beitragssatzes für Freischaffende und arbeitnehmerähnlich Selbständige auf die Höhe des Beitragssatzes für Angestellte. Die Anhebung erfolgt in jährlichen Schritten von 0,5 %-Punkten, bis das Beitragssatzniveau der gesetzlichen Rentenversicherung erreicht ist. Die wichtigsten Fragen und Antworten haben wir für Sie in einem FAQ zusammengestellt.


Gründungsermäßigung

Für das Jahr der erstmaligen Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit und die folgenden zwei Kalenderjahre kann eine Ermäßigung des Beitrags von 15 % auf 7,5 % beantragt werden. Bedenken Sie bitte dabei, dass die Zahlung des ermäßigten Beitrags entsprechend geringere Ruhegeldanwartschaften ergibt.


Geschäftsführerin oder Geschäftsführer

Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an Ihren/Ihre zuständige/n Sachbearbeiter/in


Beitragsermäßigung bei Geburt eines Kindes

Bei Freischaffenden wird für das Jahr der Geburt eines Kindes und für die drei folgenden Kalenderjahre auf Antrag von der Beitragserhebung abgesehen, wenn in diesen Jahren das beitragspflichtige Einkommen aus der selbstständigen Berufstätigkeit jeweils 5.000 € nicht überschreitet.

Einzelne Kalenderjahre, in denen ein Gewinn von mehr als 5.000 € erzielt wird, sind nachträglich in voller Höhe beitragspflichtig. Um Nachzahlungen zu vermeiden, sollte dem Versorgungswerk eine höhere Gewinnprognose bereits frühzeitig mitgeteilt werden.


Arbeitnehmerähnliche Selbstständige ohne Befreiung in der gesetzlichen RV

Arbeitnehmerähnliche Selbständige, die nicht von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit sind, zahlen die Beiträge aus dieser Architektentätigkeit an die gesetzliche Rentenversicherung (Hauptversorgung) und darüber hinaus den Mindestbeitrag an das Versorgungswerk (Zusatzversorgung).