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Versorgungsleistungen im Alter

Gerne erstellen wir für Sie eine unverbindliche individuelle Ruhegeldberechnung:

Altersruhegeld

(Anspruch ohne Abschlag ab Vollendung der Regelaltersgrenze)

Jahrgänge Anspruch
bis einschließlich 1946 ab Vollendung des 65. Lebensjahres
zwischen 1947 - 1963 geburtsjahrabhängige Anhebung
vom 65. auf das 67. Lebensjahr
ab 1964 ab Vollendung des 67. Lebensjahres

Vorgezogenes Altersruhegeld

(Anspruch mit versicherungsmathematischen Abschlägen vor Vollendung der Regelaltersgrenze)

Das Versorgungswerk ermöglicht seinen Mitgliedern schon vor der Regelaltersgrenze vorgezogenes Altersruhegeld zu beziehen. Die berufliche Tätigkeit muss hierfür nicht eingestellt werden.

Es gelten folgende Altersgrenzen:

Jahrgänge Anspruch
bis einschließlich 1954 ab Vollendung des 60. Lebensjahres
zwischen 1955 - 1961 geburtsjahrabhängige Anhebung
vom 60. auf das 62. Lebensjahr
ab 1962 oder
Beginn der Mitgliedschaft
ab 01.01.2012
ab Vollendung des 62. Lebensjahres

Abschlag

Der Ruhegeldanspruch verringert sich für jeden vorgezogenen Monat - gegenüber dem Bezug ab der Regelaltersgrenze - um einen versicherungsmathematisch errechneten Abschlag gemäß folgender Tabelle:

Für das Vorziehen vom Abschlag pro Monat
67. auf das 66. Lebensjahr 0,53 %
66. auf das 65. Lebensjahr 0,48 %
65. auf das 64. Lebensjahr 0,44 %
64. auf das 63. Lebensjahr 0,40 %
63. auf das 62. Lebensjahr 0,36 %
62. auf das 61. Lebensjahr 0,33 %
61. auf das 60. Lebensjahr 0,31 %

Der Abschlag ergibt sich also aus der Summe der einzelnen monatlichen Abschläge der Tabelle für jeden vorgezogenen Monat gegenüber dem Bezug ab der Regelaltersgrenze.

Beispiel

Angenommen Sie sind im Januar 1960 geboren und beabsichtigen das vorgezogene Altersruhegeld mit Vollendung des 62. Lebensjahres in Anspruch zu nehmen. Da für den Geburtsjahrgang 1960 die Regelaltersgrenze bei 66 Jahren und 4 Monaten liegt, erhalten Sie mit Vollendung des 62. Lebensjahres das vorgezogene Altersruhegeld 4 Jahre und 4 Monate vor der Regelaltersgrenze. Der Abschlag berechnet sich damit wie folgt: 4 Monate x 0,53% + 12 Monate x 0,48% + 12 Monate x 0,44% + 12 Monate x 0,40% + 12 Monate x 0,36% = 22,28%.

Sowohl bei der Inanspruchnahme des Altersruhegeldes als auch bei der Inanspruchnahme des vorgezogenen Altersruhegeldes muss die berufliche Tätigkeit nicht eingestellt werden. Die erzielten Einkünfte werden den Versorgungsleistungen nicht angerechnet (keine Hinzuverdienstgrenze).

Die Minderung bleibt dauerhaft, auch über die Regelaltersgrenze hinaus, erhalten und gilt auch für die Hinterbliebenenversorgung. Der Abschlag gleicht den früheren und damit längeren Ruhegeldbezug aus. Den Mitgliedern, die mit dem Ruhegeldbezug bis zur Regelaltersgrenze warten, entsteht damit kein Nachteil.

Personen, die ab dem 1. Januar 2012 Mitglied des Versorgungswerks werden, sowie alle Mitglieder ab dem Geburtsjahrgang 1962 können erst ab vollendetem 62. Lebensjahr vorgezogenes Altersruhegeld in Anspruch nehmen. Für die übrigen Mitglieder richtet sich die Altersgrenze für das vorgezogene Altersruhegeld nach folgender Tabelle:

Geburtsjahr Altersgrenze
Jahr
 
Monat
Bis 1954 60 0
1955 60 3
1956 60 6
1957 60 9
1958 61 0
1959 61 3
1960 61 6
1961 61 9
Ab 1962 62 0

Versorgungsleistungen bei Berufsunfähigkeit

Anspruch auf Ruhegeld wegen Berufsunfähigkeit besteht, wenn der Beruf als Architekt/in aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann. Der Eintritt des Versorgungsfalls muss vor dem Zeitpunkt liegen, zu dem vorgezogenes Altersruhegeld beantragt werden kann. Die Ursache der Berufsunfähigkeit spielt dabei keine Rolle. Dies können allgemeine Erkrankungen, aber auch Betriebs- und Freizeitunfälle sein. Der Anspruch ist nicht von einer bestimmten Mitgliedschaftsdauer abhängig. Versorgungsschutz besteht somit vom ersten Tag der Mitgliedschaft an – ohne Ausschlüsse und Wartezeiten.

Das Ruhegeld wegen Berufsunfähigkeit bemisst sich nach den bisherigen Beitragszahlungen. Ein berufsunfähiges Mitglied wird im Prinzip finanziell so gestellt, als hätte es bis zu seinem 60. Lebensjahr wie bisher Beiträge eingezahlt und erhält dann ein monatliches Ruhegeld in Höhe eines vorgezogenen Altersruhegeldes.

Das Ruhegeld setzt sich damit aus Anwartschaften zusammen, die aus eigenen Beiträgen eingezahlt wurden und aus einer Zurechnung von „fiktiven“ Beiträgen bis zum 60. Lebensjahr. Wer allerdings erst nach Vollendung des 30. Lebensjahres Mitglied im Versorgungswerk wird, erhält nur noch eine Zurechnung, die sich an der bisherigen Mitgliedschaftsdauer im Versorgungswerk orientiert.

Leistungen von Dritten, z.B. aus privaten Versicherungen oder anderen Einkünften, werden beim Ruhegeld nicht angerechnet und führen zu keiner Kürzung. Die berufliche Tätigkeit als Architekt/in muss im Versorgungsfall jedoch eingestellt sein. Unverbindliche Ruhegeldberechnungen führen wir individuell auf Anfrage durch.


Versorgungsleistungen an Hinterbliebene

  • Witwen-/Witwergeld, Lebenspartner/innen einer eingetragenen Lebenspartnerschaft nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz (60 % der Mitgliedsrente)
  • Halbwaisengeld (20 % der Mitgliedsrente je minderjährige Halbwaise)
  • Vollwaisengeld (33,3 % der Mitgliedsrente je minderjährige Vollwaise)
  • Abfindung bei Wiederverheiratung

Freiwillige Leistungen

  • Verlängerung des Waisengeldes über das 18. Lebensjahr hinaus
  • Rehabilitationszuschüsse