Versorgungsleistungen

Berechnung

Die Versorgungsleistung entspricht im neuen Finanzierungsverfahren dem Produkt aus individuell erreichten Rentenpunkten eines jeden Mitglieds und dem einschlägigen Rentenbemessungsfaktor im Jahr der Ruhegeldeinweisung.
 
Die Formel lautet:
 
Gesamtanzahl der Rentenpunkte x Rentenbemessungsfaktor im Jahr der Ruhegeldeinweisung = Versorgungsleistung pro Jahr in Euro
 
Rentenpunkte
 

Das Mitglied erwirbt durch jeden eingezahlten Beitrag (Pflichtbeiträge und freiwillige Mehrzahlungen) Anwartschaften in Form von Rentenpunkten. Die Anzahl der Rentenpunkte ergibt sich aus der Multiplikation der eingezahlten Beiträge mit einem alters- und jahrgangsabhängigen Bewertungs- (=Verrentungs-)Prozentsatz. Das für den jeweiligen Bewertungsprozentsatz maßgebliche „"Alter bei Zahlung"“ ergibt sich nach der Formel "„Zahljahr (=Kalenderjahr des Zahlungseingangs) minus Geburtsjahr".

Rentenbemessungsfaktor

Der Rentenbemessungsfaktor wird durch den Verwaltungsrat, auf Vorschlag der Geschäftsführung festgelegt; die Festlegung erfolgt jährlich, und zwar im Voraus jeweils für das Folgejahr. Die Entscheidung des Verwaltungsrats ergeht in Form einer Änderungssatzung, die der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde - – das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr –- bedarf. Der Rentenbemessungs-faktor darf nicht mehr als den Wert "1,0000" betragen.
 
Hinweis:
Für Mitglieder, die bereits vor dem 1. Januar 2015 Mitglied des Versorgungswerks waren, setzt sich die Versorgungsleistung aus den im Anwartschaftsdeckungsverfahren erworbenen Anwartschaften und den ab dem 1. Januar 2015 im Rahmen des neuen Finanzierungsverfahrens erworbenen Anwartschaften (aus Rentenpunkten) zusammen. Die bis zum 31. Dezember 2014 erworbenen Anwartschaften werden nicht in das neue Finanzierungsverfahren einbezogen, sondern werden im Anwartschaftsdeckungsverfahren weitergeführt.
 
Für Mitglieder, die erst nach dem 31. Dezember 2014 Mitglied des Versorgungswerks geworden sind, bestimmen sich die Versorgungsleistungen allein nach den im neuen Finanzierungsverfahren erworbenen Anwartschaften (aus Rentenpunkten).    
 

Versorgungsleistungen im Alter

  • Altersruhegeld ab vollendetem 67. Lebensjahr (§ 28 Abs. 1 der Satzung)
  • vorgezogenes Altersruhegeld frühestens ab vollendetem 62. Lebensjahr (§ 30 der Satzung) (mit versicherungsmathematischem Abschlag, vgl. Tabelle 3 zu § 32 Abs. 8 der Satzung)
  • aufgeschobenes Altersruhegeld (§ 28 Abs. 2 der Satzung)
    (mit versicherungsmathematischem Zuschlag, vgl. Tabelle 2 zu § 32 Abs. 9 der Satzung)

Antragsvordrucke finden Sie hier.

Versorgungsleistungen bei Berufsunfähigkeit

  • Ruhegeld bei Berufsunfähigkeit (§ 29 der Satzung)

Versorgungsleistungen an Hinterbliebene

§ 36 der Satzung

  • Witwen-/Witwergeld (60 % der Mitgliedsrente), auch für Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz
  • Halbwaisengeld (10 % der Mitgliedsrente je Halbwaise)
  • Vollwaisengeld (20 % der Mitgliedsrente je Vollwaise)

Zusätzlich wird ein Sterbegeld nach § 35 der Satzung gezahlt.

Antragsvordrucke für Hinterbliebenenleistungen finden Sie hier.

Einmalige Leistungen

§ 37 der Satzung

  • Wiederverheiratungsabfindung (Witwen-/Witwergeld),
    auch für Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz
     

Freiwillige Leistungen

§ 38 der Satzung

  • Unterhaltsbeiträge an dauernd erwerbsunfähige Waisen bis zum 30. Lebensjahr.
  • Zuschüsse bei Rehabilitationsmaßnahmen.

Dynamisierung

§ 27 Abs. 6 der Satzung

Die laufenden Versorgungsleistungen werden im Rahmen der Leistungsfähigkeit des Versorgungswerks angepasst. Der Verwaltungsrat kann in diesem Rahmen auch Anpassungen der erworbenen Anwartschaften (einschließlich der Rentenpunkte) vornehmen.