Übernahme von Gegenständen vom Vormieter durch den Nachmieter

Grundsätzlich besteht für Nachmieter keine Verpflichtung, Gegenstände oder Einbauten vom Vormieter zu übernehmen. Es kann jedoch zwischen dem Vor- und dem Nachmieter eine, am besten schriftliche Vereinbarung zur Übernahme getroffen werden. Diese sollte alle Gegenstände und Einbauten genau bezeichnen, die der Nachmieter übernehmen will, und die Eigentum des Vormieters sind, z.B.

  • die Küche
  • Einbauschränke
  • Regale
  • Rollos
  • Gardinen
  • Lampen
  • Handtuchstange
  • Badspiegel
  • Tapeten
  • Teppichboden
  • oder ähnliches

Sie vermeiden so mögliche Missverständnisse bei der Wohnungsabnahme- bzw. Übergabe. Lassen Sie bei der Wohnungsübergabe (Einzugsprotokoll) durch den Vermieter die Auflistung der übernommenen Gegenstände oder Einbauten im Formular "Übernahmeerklärung" protokollieren und unterzeichnen Sie dieses Formular.

Die Konsequenz daraus ist, dass der Nachmieter sich verpflichtet, diese übernommenen Gegenstände oder Einbauten bei seinem späteren Auszug zu entfernen bzw. den Ursprungszustand wieder herzustellen (Rückbauverpflichtung/Schönheitsreparaturen). Aus Vereinbarungen mit dem Vormieter kann der Nachmieter keine Rechte gegenüber dem Vermieter herleiten.
Seien Sie deshalb sorgfältig und vergewissern Sie sich genau über den Zustand der Gegenstände vom Vormieter, darunter zählt auch z.B. der Untergrund von Tapeten und Böden, da Sie auch dafür die Haftung übernehmen.

Es ist auf alle Fälle nicht zulässig, wenn der Vormieter versuchen sollte, seine Gegenstände oder Einbauten, wie z.B. die Küche, von der Weitervermietung an den Nachmieter abhängig zu machen. Wer Nachmieter einer Wohnung wird, entscheidet die Hausverwaltung unabhängig, ob Gegenstände übernommen werden oder nicht.

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