Projekt

©Marcus Ruch

Im Münchner Stadtteil Fürstenried besitzen fünf Versorgungswerke der Bayerischen Versorgungskammer insgesamt rund 1.500 Wohnungen in einem ca. 13,5 Hektar großen Areal. Dabei handelt es sich um die Häuser in der Appenzeller Straße, Bellinzonastraße, Graubündener Straße, Zuger Straße und der Forst-Kasten-Allee.

Die bebaute Fläche befindet sich im Eigentum von: der Bayerischen Ärzteversorgung (BAV), der Bayerischen Apothekerversorgung (BApV), der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden (ZKdbG), der Versorgungsanstalt der deutschen Kulturorchester (VddKO) und der Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen (VddB). Alle Versorgungswerke werden gesetzlich vertreten von der Bayerischen Versorgungskammer.

Die Gebäude wurden zwischen 1968 und 1972 errichtet. Die vorhandene Siedlungsstruktur ermöglicht nach intensiven Voruntersuchungen und Abstimmungen mit der Landeshauptstadt München eine zusätzliche Bebauung mit weiteren ca. 640 Wohnungen. Diese sollen sowohl durch neue Gebäude als auch durch Aufstockung bestehender Gebäude entstehen. Basis für die Bauleitplanung soll ein städtebauliches und landschaftsplanerisches Gesamtkonzept sein, das über ein Wettbewerbsverfahren von Architekten entwickelt wird.

Nach derzeitigem Planungsstand wird die Bayerische Versorgungskammer frühestens ab 2022 mit dem Bau beginnen können. Die gesamte Siedlung soll im Zuge der Nachverdichtung aufgewertet werden, vor allem hinsichtlich der Außen- und Grünanlagen, aber auch der Infrastruktur.

Bezahlbarer Wohnraum sowie sozial gebundene Wohnungen geplant

Die Bayerische Versorgungskammer sieht mit dieser Nachverdichtung eine Möglichkeit, in München dringend benötigten Wohnraum im unteren bis mittleren Preissegment zu schaffen. Aktuell verwaltet die Bayerische Versorgungskammer für ihre Versorgungswerke allein in München rund 6.500 Wohnungen, bundesweit sind es insgesamt etwa 10.000 Wohnungen. Dabei beträgt der Mietdurchschnitt in München ca. zehn Euro pro Quadratmeter.

Als nachhaltiger und langfristiger Investor möchte die Bayerische Versorgungskammer dieses Anlagesegment weiter ausbauen und sich intensiver im Wohnungsneubau, abseits zu hoher Mieten, engagieren. In den Wohnanlagen in Fürstenried werden 30 Prozent des neu geschaffenen Wohnraums sozial gebunden sein, sowohl im Modell der einkommensorientierten Förderung als auch im sogenannten München-Modell.

Auch die Landeshauptstadt München informiert über die Schaffung zusätzlicher Wohnungen in Fürstenried West: http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Stadtplanung-und-Bauordnung/Projekte/Appenzeller-Strasse.html.