Architektenwettbewerb

Ausstellung der Siegerentwürfe und zweiter Bürgerworkshop

Am 11. Oktober kürte eine Fachjury aus Architekten, Landschaftsarchitekten, Mitgliedern des Münchner Stadtrats, des Bezirksausschusses 19 und Vertretern der Landeshauptstadt München die Siegerentwürfe im Planungswettbewerb für die Wohnanlage in Fürstenried.

Ausgewählt wurden im städtebaulichen Teil des Wettbewerbs vier Arbeiten, die nun zur weiteren Entwicklung in einem zweiten Bürgerworkshop zur Diskussion gestellt und dann noch einmal bearbeitet werden. Das gleiche Prozedere erfolgt für die drei ausgewählten Realisierungsentwürfe, bei denen es konkret um die neuen Gebäudetypen und ihre Umsetzung ging. Die Jury zeigte sich sehr zufrieden mit der Qualität der Entwürfe, die nun, begleitet durch die anstehende Öffentlichkeitsbeteiligung, weiterentwickelt werden müssen. Die ausgewählten Arbeiten bieten hervorragende Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige und innovative Entwicklung der Wohnsiedlung und berücksichtigen zugleich ihren einzigartigen Charakter. Die Preisträger für den Ideenteil des Wettbewerbs – Bereich Städtebau - sind:
 
·         LIN Labor Integrativ Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin, mit HOLZWARTH
     Landschaftsarchitektur, Berlin
·         zillerplus Architekten und Stadtplaner, München, mit Burkhardt / Engelmayer PartG, München
·         su und z Architekten GbR, München, mit studio B Landschaftsarchitektur, München
·         h4a Gessert + Randecker Generalplaner GmbH, Stuttgart, mit lohrer hochrein  
     landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh, München
 
Außer zillerplus Architekten und Stadtplaner, München, mit Burkhardt / Engelmayer PartG, München sind dies auch die Preisträger im Realisierungsteil des Wettbewerbs – Bereich Wohnungsbau.
 
Wie geht es weiter? Ausstellung der Entwürfe und zweiter Bürgerworkshop
Die Siegerentwürfe werden in einer Ausstellung präsentiert, die am Donnerstag 13. Oktober um 16 Uhr im Gemeindesaal der Andreaskirche, Walliser Straße 11, 81475 München ihre Türen öffnet. Zur Eröffnung werden Verantwortliche der Versorgungskammer und Stadtverwaltung im persönlichen Gespräch für Fragen rund um das Planungsvorhaben und den Wettbewerb zur Verfügung stehen.
 
Zweiter Bürgerworkshop: Vorstellung und Diskussion der Planungsentwürfe
Nach der Ausstellung lädt die Bayerische Versorgungskammer zusammen mit der Stadt München Mieter, Anwohner und Interessierte zu einem zweiten Workshopabend am Samstag 22. Oktober 2016 von 10 bis 15 Uhr in der Aula des Gymnasiums in Fürstenried-West, Engadiner Str. 1, 81475 München ein. Die Ergebnisse aus der Diskussion fließen anschließend in die Überarbeitung der Siegerentwürfe ein.

 Bilder von der Preisgerichtssitzung am 11.10.2016



Quelle: Jens Schnabel



Quelle: Jens Schnabel



Quelle: Jens Schnabel

 

Was genau ist ein Architektenwettbewerb?

Der Architektenwettbewerb ist ein fachlicher Leistungsvergleich. Der Auslober oder Bauherr erhält von verschiedenen Architektenbüros vergleichbare Entwürfe für sein Projekt, um mit Unterstützung durch ein Preisgericht die optimale Lösung für sein Bauvorhaben auswählen zu können. Das Verfahren ist in allen Schritten transparent, nachvollziehbar und nachprüfbar und trägt dazu bei, Fehlentscheidungen zu vermeiden. Darüber hinaus liefert es eine solide Grundlage für eine spätere Auftragsvergabe. Ein Wettbewerb eignet sich für jede Art von Planungsaufgaben - für Gebäudeplanungen, städtebauliche Projekte, Landschaftsplanung oder Innenraumgestaltung.

Das Wettbewerbsverfahren wird einheitlich durch die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) geregelt. Diese bieten gesicherte Verfahrensformen und Auswahlmöglichkeiten für spezifische Aufgaben. Die RPW 2013 sind durch das Bayerische Staatsministerium des Innern (Oberste Baubehörde) eingeführt und somit für die Staatsbauverwaltung verbindlich; Kommunen und sonstigen öffentlichen und privaten Bauherren sind sie zur Anwendung empfohlen.

Von jedem Wettbewerbsteilnehmer werden im Verfahren die gleichen Leistungen verlangt, damit die Entwürfe fair miteinander verglichen werden können. Ein unabhängiges Preisgericht, das vom Auslober berufen wird, prüft, bewertet und urteilt. Das Qualitätsurteil, das vom Preisgericht in einem demokratischen Verfahren gefällt wird, berücksichtigt gleichermaßen gestalterische, wirtschaftliche, funktionale, technische und ökologische Aspekte. Der Architektenwettbewerb hat sich als Verfahren zur Förderung der Qualität des Planens und Bauens hervorragend bewährt.

Quelle: Bayerische Architektenkammer